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Anhaltische Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH

Zentrum für Hospiz- und Palliativversorgung sowie außerklinische
Beatmungs- und Intensivpflege an den Standorten Dessau-Roßlau und Zerbst

edia.con gemeinnützige GmbH

 
 
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So erreichen Sie uns
Anhaltische Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH

Kühnauer Str. 40
06846 Dessau-Roßlau

Tel.: 0340 / 65 01 96 - 0
Fax: 0340 / 65 01 96 - 129

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Anhalt-Hospiz-Zerbst

Breitestein 64
39261 Zerbst

Tel.: 03923 / 48518-0
Mobil: 0173 / 6954529

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Hospiz am Rand der Gesellschaft

Hospiz ist kein Gebäude. Hospiz ist eine Grundhaltung gegenüber kranken, schwerstkranken und sterbenden Menschen in unserer Gesellschaft.

Sandra Gelbhaar und Frank Motylewicz,
Projektverantwortliche vom Palliative-Care-Team der AHG
Die Würde des Menschen ist unantastbar und jeder Mensch in Deutschland hat das Recht, unabhängig von seiner zugrunde liegenden Erkrankung, der persönlichen Lebenssituation oder vom Versorgungsort, eine qualitativ hochwertige palliative und hospizliche Behandlung und vor allem auch eine mitmenschliche Zuwendung und Begleitung zu erhalten. Die Versorgungs- und Begleitungsangebote für kranke, schwerstkranke und sterbende Menschen stehen allen Betroffenen und den Angehörigen zur Verfügung – unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten, der Herkunft/Nationalität und der Glaubenszugehörigkeit.

Unser Gesundheitssystem orientiert sich vorrangig an mündige Bürger, die informiert eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können und es ist auf Menschen mit einer eigenen Häuslichkeit ausgerichtet. Dies trifft jedoch auf sozial und gesellschaftlich wenig bis gar nicht integrierte Menschen in der Regel nicht zu. Oftmals fürchten und schämen sie sich und haben es verlernt, sich in der „Welt der normal gesellschaftlich integrierten Menschen“ zu bewegen.

Das Ziel der Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH in Dessau für diese Menschen ist es, eine Struktur zu etablieren, die es gesellschaftlich isolierten Menschen, Verarmten und Obdachlosen sowie Menschen, die in jeglicher Art und Weise am Rande der Gesellschaft leben müssen oder wollen, es zu ermöglichen, die Angebote der Palliativ- und Hospizversorgung der Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft in Anspruch zu nehmen.

Menschen am Rand der Gesellschaft sind über ihre Anrechte der Versorgung und Begleitung oft nicht informiert. Insbesondere diese Menschen meiden Arztpraxen und Krankenhäuser - sie „halten sich solange aufrecht, wie es eben geht“. Auch dadurch sterben besonders wohnungslose Menschen oft viel zu früh – mitunter fast drei Jahrzehnte eher als Menschen mit Wohnung, Arbeit und gesellschaftlicher Integration. Hinzu kommen die Folgen eines oft jahrelangen Konsums von Alkohol und Drogen.

Arbeitsschwerpunkte des Projektes

Gesellschaftlich isolierte Menschen leben und sterben häufig allein, ohne Trost und Gespräche. Kaum eine ambulante oder stationäre Einrichtung des Gesundheitswesens ist auf die Bedürfnisse „sozial unangepasster“ Menschen eingerichtet. Deshalb verfolgt das Team der Anhaltischen Hospizund Palliativgesellschaft Dessau mit dem Projekt: „Hospiz am Rand der Gesellschaft“ folgende Ziele:

Regelmäßige Anwesenheit und Kontaktaufnahme an den meist besuchten Aufenthaltsorten von wohnungslosen Menschen (Start Januar 2017 in Dessau-Roßlau mit zunächst zwei Einsätzen im Monat). Dazu wurde ein „Hospizmobil“ eingerichtet, was den Erfordernissen gerecht wird. Ein separater Einsatzwagen ist geplant und kann hoffentlich im Sommer 2017 in Betriebt genommen werden.
Bekanntmachung der palliativen und hospizlichen Versorgungs- und Begleitungsangebote
Versorgung und Begleitung von Menschen mit Bedarf an ambulanter Palliativversorgung – an dem Ort, wo sie es wünschen und ggf. Überleitung in ein gewünschtes etabliertes Versorgungsangebot der Region
Unterstützung bei der Organisation von angemessenen Trauermöglichkeiten für Angehörige und Freunde von Verstorbenen
kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Betreuungsbehörden und dem Sozialamt Dessau
Der Versorgungsanspruch auf ambulante und stationäre Palliativ- und Hospizversorgung - §§ 37, 37b, und 39a SGB V – gilt für alle Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen. Das jeweils zuständige Sozialamt übernimmt die Versicherungspflicht für Menschen, die nicht Mitglied einer Krankenversicherung sind. Damit hat jeder Mensch in Deutschland einen gesetzlichen Anspruch – und auch die Möglichkeit - auf allgemeine und spezialisierte Palliativ- und Hospizleistungen, wenn die jeweiligen Zugangskriterien vorliegen.

Die menschliche Zuwendung entspringt im Wesentlichen aus dem Auftrag der diakonischen Einrichtung „Anhalt-Hospiz Dessau“ – den Menschen zu dienen. So sind wir auf Unterstützung und vor allem Spenden angewiesen. Jeder Mensch hat das Recht, in schweren Situationen – ob selbst verschuldet oder unverschuldet hineingeraten - von der Gesellschaft mitgetragen zu werden. Und besonders Menschen in Krankheit und im Sterben brauchen unser Mitgefühl und unser Dasein.